Kinder spucken auf ihre Schürfwunden. Erwachsene lutschen an Schnittwunden.

Intuitiv handeln wir wissenschaftlich korrekt, denn Speichel Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.

Speichel fördert die Wundheilung. Wissenschaftler der Freien Universität Amsterdam fanden heraus, dass Verletzungen in nur 16 Stunden nahezu vollständig heilen können.

Verantwortlich für die Funktion des Speichels in das darin enthaltene Eiweiß Histatin. Das Protein tötet Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
ab und enthält Wachstumsfaktoren, die die Heilung von Wunden um ein Vielfaches beschleunigt.

Vorbilder im Tierreich

Die Wirkung wurde erstmals wissenschaftlich nachgewiesen. Interessant: Im Speichelsekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
von Nagetieren kommt die Substanz in 100.000-fach höherer Dosis vor als beim Menschen. Die Forscher vermuten, dass die Tiere aus diesem Grund intensiv ihre Wunden lecken.

Neue Medikamente

Die Erkenntnisse sollen in die Entwicklung neuer Medikamente einfließen. Denkbar sind die Behandlung von Brandverletzungen oder chronischen Wunden von beispielsweise Diabetikern. Die Gefäße von Diabetikern verlieren durch den hohen Blutzuckergehalt an Elastizität. Weit vom Herzen entfernte Körperteile – wie Füße oder Waden – werden daher nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. So verwandeln sich selbst harmlose Kratzer schnell in eiternde Wunden, die nicht mehr richtig ausheilen.

Quelle: Oudhoff, M. J., Bolscher, J. G. M., Nazmi, K., Kalay, H., van ‚t Hof, W., Nieuw Amerongen, A. V., Veerman, E. C. I. Histatins are the major wound-closure stimulating factors in human saliva as identified in a cell culture assay